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Letzte Änderung: 26.08.2004

Team Bittel Medizinische Fragen

Allergien und Atmung

Das kleine ABC der Sportverletzungen. Ursachen - Abhilfe - Vorbeugung
Das kleine ABC der
Sportverletzungen
      

Inhalt

Gelenke und Wirbelsäule Muskeln und Sehnen Haut Allergien und Atmung Fragen an den Therapeuten
zurück zur Einleitung

 

Allgemeines Was trainieren wir Läufer Atemwegserkrankungen
Allergien / Heuschnupfen / Asthma   (Lebensgeschichte eines Allergikers die Mut machen soll)

 

Allgemeines

Neben der Funktion von Muskeln, Gelenken, Nerven usw. ist das kardiopulmonale System (Sauerstoffversorgung durch Atemsystem und Transport durch Herz-Kreislauf-System) von entscheidender Bedeutung für unsere Ausdauerleistung.

Der Sauerstoffbedarf der Muskelzelle wird durch die Sauerstoffaufnahme in der Lunge und mit Hilfe des Herz-Kreislaufsystems transportiert. Genauso wichtig ist der Abtransport von CO² und Stoffwechselprodukten zurück zur Lunge und zu inneren Organen.

Beim Einatmen heben Muskeln den Brustkorb, bewegen die Rippen nach außen oben, strecken die Wirbelsäule und drücken den Bauch nach vorne. Mehr oder weniger passiv geht das ganze beim Ausatmen zurück. D.h. die Muskeln die zum Einatmen eingesetzt werden sind wesentlich kräftiger als die Muskeln die zum Ausatmen genutzt werden, die werden erst bei schneller Atmung richtig aktiv.

Entscheidend ist dabei des Herzminutenvolumen – Ausdauersportler haben ein größeres Herz, dadurch sinkt in der Ruhephase der Puls. Die Sauerstoffaufnahme ist bis ins mittlere Erwachsenenalter normalerweise nicht leistungsbegrenzend, d.h. jeder Erythrozyt (rotes Blutkörperchen) verlässt mit Sauerstoff beladen die Lunge.
Trotzdem haben wir irgendwann das Gefühl zu wenig Luft zu bekommen - unsere Muskelzellen benötigen mehr Sauerstoff, allerdings ist die Transportkapazität des Blutes ausgeschöpft.

 

 

Was trainieren wir Läufer

Lunge
  • die Größe der gasaustauschenden Fläche steigt
  • die Durchlässigkeit für Sauerstoff verbessert sich
  • größeres Kapillarnetz (kleinste Arterien/Venen)
  • verbesserte Atemökonomie
  • leistungsfähigere Atem- und Atemhilfsmuskeln
  • bessere Beweglichkeit des Brustkorbes

 

Herz

  • es entsteht ein Sportler-Herz (mehr Herzmuskel, höheres Schlagvolumen, höheres Herzminutenvolumen)
  • geringerer Ruhe- und Arbeitspuls bei gleicher Leistung

 

Atemwegserkrankungen

Allergisches Asthma / Asthma

Beim akuten Anfall ziehen sich die kleinen Muskeln der Bronchien zusammen, der Durchmesser sinkt. Gleichzeitig wird mehr zäher Schleim produziert. Der Durchmesser verkleinert sich weiter. Nachdem das Einatmen aktiver ist als das Ausatmen, strömt zwar Luft in die Lunge aber sie entweicht nicht mehr.

Der optimale Sport ist Laufen.

 

Trainingsaufbau

Der Trainingseinstieg sowie die Trainingssteigerung kann schwierig sein und muss mit dem behandelnden Arzt abgesprochen werden. Der kann auch helfen wenn es zu Beginn zu sogenanntem Belastungsasthma kommt. Erfahrungsgemäß lässt die Neigung bei regelmäßigem Training nach.

Entscheidend ist eine langsame Trainingssteigerung. Evtl. mit Steigerungsläufen und Sprints um die Muskeln zum Ausatmen zu kräftigen.

Tipps:

  • Allergien vermeiden, z.B. die Heuschnupfen geplagten laufen bei Regen und verstärkt im Winter.
  • Notfallmedikament mitnehmen, auf ärztliches Anraten auch prophylaktisch.
  • Hustentechnik sogenanntes anhüsteln: Mit geschlossenem Mund leicht hüsteln, bis sich Schleim gelöst hat, dann abhusten.
  • Beweglichkeit der Brustwirbelsäule, Brustkorb und Schultergürtel verbessern.
  • Verspannte Muskulatur dehnen.

 

Behinderte Atemmechanik

Durch Wirbelsäulendeformitäten, zu steifer Wirbelsäule oder Schmerzen können sowohl die Ein- und Ausatmung behindert sein.

Tipps:

  • Bei Schmerzen Arzt aufsuchen.
  • Dehnungen für Brustwirbelsäule, Brustkorb und Schultergürtel.
  • Atem- und Atemhilfsmuskeln trainieren (z.B. durch Steigerungsläufe und Sprints)
  
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