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Letzte Änderung: 22.10.2006



Burg Hohenbeilstein (11.Jhd.), idyllische Weinhänge

3. Bottwartal Marathon

am 15.10.2006


(Bericht + Fotos:
Erwin Bittel)



Fetzige Bänds überall

Schon wieder ein sonniger Herbsttag im Bottwartal, die haben Wetterglück.
2.500 Läufer unterwegs auf der Marathon + Halbmarathon-Strecke

 

Servus liebe Leser und Läufer,

na, das war wieder mal ein Erlebnis... Ich meine nicht die freudige Stimmung im Publikum, auch nicht das perfekte Sonnenwetter, oder das "Ländle" im Allgemeinen. Noch  nicht. Zuerst mal mein Starterlebnis. Oder genauer gesagt die Anreise...

Wo ist das Bottwartal? Klingt nach Bottrop, oder? Ist aber nicht im Ruhrpott, nein, weit gefehlt, es liegt etwa 500km weiter im Süden, genau gesagt zwischen Heilbronn und Stuttgart. Also nah an meiner Heimat. Und deshalb habe ich mich spontan entschieden einen herbstlichen Lauf ganz in Ruhe und ganz für mich allein zu machen. So ein herrliches Wetter! Ich fahre also los im Morgennebel, die Sonne geht auf. Und ich fahre seelenruhig am Autobahnkreuz Heilbronn vorbei, bemerke erst fast in Mannheim, dass ich definitiv 50km zu weit bin. Oh..! Die Zeit beginnt zu laufen. Zurück nach Heilbronn! Es ist mittlerweile 30min vor dem Start. Ich erreiche Großbottwar 3min vor dem Start, erfrage, wo dieser ist und parke direkt daneben. Klar, denn es sind nur noch 40sec. bis es los geht, höre ich gerade. Definitiv keine Zeit mehr zum Nachmelden.

So beschließe ich ohne Startnummer mitzulaufen, packe meine Kamera (donnernder Startschuss!) und dränge mich von hinten durch die Läuferkolonnen und klettere über mehrere Absperrgitter der Startblocks. Als ich vorne ankomme ist der erste Schub bereits 3 Minuten unterwegs. Ich laufe freiweg einfach hinterher auf der leeren Strasse. Das Publikum applaudiert mir als wäre ich der erste. Manche fragen: "wo kommscht du denn noch her?" Ich? Eh - Start verschlafen.

So laufe ich dem Feld hinterher, zugegeben flott, denn wenn ich schon keine Nummer habe möchte ich wenigstens im Pulk der Läufer unbemerkt untergehen. Im 4min-Schritt hole ich bald die Letzten ein, verschnaufe und beschließe dennoch das flotte Tempo beizubehalten, denn es ist angenehm kühl und es läuft sich prima. Für einige Fotos bleibe ich stehen, tosende Publikumsscharen, Kinder-Schlagzeugbatterien. Und herbstliche Bäume, die mich heute besonders ansprechen. Weiß nicht warum?


               Viele Äpfelbäume im Herbst

                Langsam wird die Natur farbig

                     Friedlicher Herbstbaum...

             ...und schwäbischer Drum'n'Bass

Ich gleite am 3:30-Zugläufer mit den blauen Luftballons vorbei und finde meinen Schritt, meine Welle. Genial gut getroffen. NA, dann bleibmer halt so...

In jeder noch so kleinen Ortschaft stehen sie scharenweise und rattern mit überdimensionalen Knarrbrettern, Tröten, Hupen, Hörnern und dergleichen. Einfach herrlich (wenn auch manchmal recht laut). Eine La-Ola-Welle nach der anderen, Kindern die ausgestreckten Hände abklatschen. So langsam werde ich einsamer Läufer, die Kilometer verfliegen heute schnell. Dann kommt das Ziel der Halbmarathonläufer, die große Menge biegt ab, und auf ein Mal bin ich fast alleine unterwegs. 1:30 h sind vorüber. Die Batterien meiner Kamera sind leer. Oh, ich habe sie vergessen aufzuladen... Gut, dann lasse ich sie bei den Helfermädchen (Danke übrigens!).


           von Anfang bis Ende viel Publikum...

                   ...in jedem Ort

                 Kinderhände bitte abklatschen

                      Allerschönste Herbstfarben

                 Durch kleine reizvolle Weinorte...

                     ...voll von Applaus

Die zweite Hälfte ist nicht so anschaulich wie die erste, hat ein paar langweilige Geraden. Es kommt leichter Wind auf, was mir gefällt, denn die Sonne wird auch langsam kräftig. Ich bin exakt im gleichen Tempo unterwegs, zugegeben flott, und überhole überraschend schnell jeden gerade erst in der Ferne aufgetauchten Mit-Läufer. Ein Sprecher gibt mir die Erlaubnis weiterzulaufen: "Au wennsch koi Nummer hesch". Ich mag die Schwaben und ihren Humor.


                Slalom durch die Hütchen...

           ...oder lieber Drehwurm im Karussell?

Auch nach 30km läuft sich's hier und heute prima für mich, ja fast noch besser als bisher. Der Radbegleiter neben mir holt mich zum wiederholten Mal ein. Wir lächeln uns an. Außer wenige Worte mit passierenden Läufern auf der ersten Hälfte habe ich heute mit niemandem gesprochen. Wie auch, bei dem Tempo? Ich fasse es nicht, wie locker es heute rollt unter meinen Füßen. Und genau so wie die 10er fliegen auch die 30er Kilometer vorbei. Punktlandung: die zweite Hälfte um 1 Minute schneller als die erste...

Fazit: wenn man keine Startnummer hat, dann kann man schneller laufen. Womit bewiesen wäre, dass die Startnummer schwer sein muss!

Danke an die Polizei, die mich "Illegalen" nicht heraus gewunken sondern angefeuert hat.

Im Ziel ist richtig Ramba Zamba, die versammelte Schar der 21km-Finisher, deren Freunde und Familien, eine ganze Halle voll, und immer eine Traube Schwaben vor dem Wein/Sekt-Ausschank (2 € oder 1 Bottwar-Taler das Glas). Ich trinke eifrig Iso, was ich bald nicht mehr sehen kann (Wasser eh schon seit 20km nicht mehr). Dann mache ich ausgiebig Gymnastik, werde trotz Incognito von einigen meiner Internet-Fans erkannt und beschließe mich für die Massage anzustellen. Das ist der krönende Abschluss. Als ich mir noch einen Becher zu Trinken hole grüßt mich Heike, die ich vor 3 Wochen beim Voralpen Marathon kennen gelernt habe. Na so was? Es gibt viel zu erzählen, ihre Freunde auch. Auch bei ihr lief es heute gut und locker.

Und nun der krönende Abschluss von Wolfgang und Karin (ja ich habe gleich zwei Profis): die Mass-ahhhh-ge! Ich weiß nicht, wieso ich eine halbe Stunde genießen durfte, echt super-gut gemacht, aber ich frag auch nicht nach...

Servus, und wenn Ihr mal einen schönen Herbstlauf durchs schwäbische Weinland sucht: ich rate zum Bottwartal Marathon! - Hat mir sehr gefallen.

Euer Erwin
 

Mehr Infos zum Lauf auf der offiziellen Bottwartal-Marathon Seite mit eigenem Marathon-Song!
  
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