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Letzte Änderung: 12.11.2007

Leider blühen heuer fast keine Kirschbäume mehr
 

16. Kayher Kirschblütenlauf am 29.04.2007

 

 (Bericht+Fotos: Gerd Gerstenmeyer)

 

 

Ein Lauf mit Suchtcharakter
 

Leider waren wegen den extrem warmen Wetter 2007 keine Kirschbäume mehr am Blühen. Dafür wurden wir kräftig gegrillt. Dennoch ein Lauferlebnis, bei dem man immer wieder dabei sein möchte.


Alljährlich pilgern um die 350 Läuferinnen und Läufer zum Kayher Kirschblütenlauf nach Kayh bei Herrenberg (30km südwestlich von Stuttgart). Der 1991 erstmals vom Triathlonverein veranstaltete Lauf wiederholte sich dieses Jahr zum 16. mal, und gilt als Traditionslauf im schönen Schönbuch.

Man muss ihn einfach mal gelaufen sein, um zu spüren welche Strapazen die Teilnehmer bei dem “nur“ 14,2 km langen Lauf auf sich nehmen. Die sehr anspruchsvolle und schwierige Streckencharakteristik verlangt von den Teilnehmern alles ab. Wirklich alles!

Doch dieser einzigartige Lauf hat was! Etwas das andere Läufe nicht haben: Dieser Lauf hat Suchtcharakter! - Wer einmal dabei war, der wird es immer wieder wollen. Auch wenn man sich jedes Mal im Ziel fragt : "Wieso tue ich mir das an?", und man sich jedes Mal vornimmt: "Das war das letzte Mal", wird man sich nächstes Jahr wieder unter den Läufern finden!

So war ich auch dieses Jahr wieder unter den Startern. Die morgendlichen Temperaturen, die schon die 20°C Marke überschritten hatten, hätten schon alle Alarmglocken bei mir läuten lassen müssen und ein Hinweis darauf sein, dass bei der zunehmenden Hitze die Belastung noch größer und der Lauf noch schwieriger werden sollte. Doch wer denkt Ende April an so eine Bullenhitze?

Letztes Jahr hatten wir uns noch "den Arsch abgefroren", doch es war dieses Jahr die Frage der Laufkleidung schnell geklärt. Und das Warmlaufen viel ebenfalls spärlich aus. Nur mal kurz auf Maximal-Puls - und gut!


Fertig machen für den Start...

...nur minimales Einlaufen, es ist einfach zu warm!

Gerd (li.) mit Lauffreunden Oliver + Eberhard...

...während sich das Startfeld formt

Um 10.00 Uhr ging es los. Von der Grafenberghalle durch die Ortschaft, wobei  einige der Anwohner bzw. Zuschauer dem alljährlichen Treiben ungläubig und mit Kopfschütteln begegneten, während die anderen fröhlich laut rufend und klatschend die Läuferinnen und Läufer anheizten und anfeuerten.


Letzte Fotos...

...und ab in die Hitze laufen

Anfangs geht es noch ganz gut...

...doch allmählich spüren wir die Hitze!

Ich kam gut weg, vielleicht einwenig zu schnell. Aber ich fühlte mich gut. Nach ein paar hundert Meter der Hauptstraße entlang beginnt schon der steile Anstieg zum Kayher Sportplatz. Hier sind auf 1,5 km 120 Höhenmeter zu bewältigen. Man muss aufpassen dass man am steilsten Stück nicht mit der Nase auf der Straße schleift oder sich selbst auf die heraushängende Zunge tritt. Hat man das geschafft, geht es in den Schönbuch, einem wunderschönen Laubwald und ein Eldorado für Läufer, Spaziergänger, Radfahrer und Wanderer.

Wenn man dann bei Km 5 den Berg wieder unten angekommen ist, geht es auf der anderen Seite bis Km 8 wieder hoch und weiter ansteigend  bis km 11. Hier war die Hitze noch einigermaßen erträglich doch sie bremste mich unheimlich. Bei Km 12 ist man dann wieder am oben am Sportplatz und muss jetzt das steile Anfangsstück wieder zur Hälfte hinunter, wobei man einem herrlichen Ausblick auf die dortigen Kirschbaumhaine hat. Daher der Name des Laufes.

Da die diesjährige Kirschblüte leider schon vorbei war, konnte man das imposante Naturschauspiel nur erahnen oder man erinnert sich an vergangene Läufe, bei denen sämtliche Bäume in weißer Blütenpracht erstrahlten.   


Wir laufen vorbei an den letzten...

...Kirschbäumen, die leider nicht mehr blühen

Blick von oben...

...auf Kayh

Aber jetzt hat man die Sonne und wird die restlichen 2 Kilometern gebraten. Ich kämpfte mit mir, die Belastung der Hitze war als ob ich Ballast tragen müsste und quälte mich über die letzten Kilometer mit einem Puls in Rekordhöhe. Die Hitze war unerträglich. Ich hatte zu wenig getrunken, die Muskeln schmerzten, ich kochte innerlich. Und als alter Marathon des Sables–Fan konnte ich jetzt die Belastung eines Wüstenlaufs mal am eigenen Körper spüren und erleben!

Die letzten Meter durch die Wohnsiedlung ist dann wieder ein Erlebnis für sich, da man wieder von Anwohnern, die Gartenpartys feiern angefeuert wird.  Auch hat man mit der Rauchentwicklung einiger Griller zu kämpfen, die wild mit ihren Grillzangen winken. Es zwingt einem, obwohl man am Ende seiner Kräfte ist, ein Lächeln aufs Gesicht. 


Geschwächt auf den letzten Metern...

Nun kommt es, das unbeschreibliche Gefühl, es geschafft zu haben: mit Ganzkörpergänsehaut, unterstützt von dem ehrlichen Applaus des im Ziel stehenden Publikums, überquerte ich die Ziellinie. – Geschafft !!!

Nur knapp an einem Hitzeschlag vorbei geschrammt, brauchte ich danach einige Stunden Auszeit. Und hatte auch noch Tage später mit den Folgen des Laufs zukämpfen. Wieder was gelernt!

Mit meinem 340. Platz, auf den ich natürlich stolz bin, habe ich gerne die Fahne für "team bittel" hochgehalten!
Mal sehen, wie es 2008 wird. Ich bin wieder dabei!

Euer Gerd


Infos: www.tria-kayh.de

Teilnehmer: 348.
 

 

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