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Letzte Änderung: 12.07.2004

 

Harte Anstiege

10.07.2004 - 5. Fichtelgebirgs-Marathon

 Ein familiärer, anspruchsvoller Lauf durch viel Wald  

Bericht von Erwin Bittel

 

Die Wichtelmänner

Inhalt

Einleitung Wer viel läuft muss viel schlafen In den Wichtelwald Marathon am Mikrofon
Ende gut alles gut Infos Bildimpressionen  
Einfach schön! Prima organisiert, etwas für Waldläufer. Und viele Preise gibt’s auch

Einleitung

Ein „Hallo“ an alle die, die dabei waren, an die, die mitgelaufen sind und die, die es möglich gemacht haben! Ich bin freue mich immer noch sehr, dass so was möglich ist.

Die meisten Läufer hatten eine lange Anreise zum Start. Viele kommen von weit her: aus Tschechien, Österreich oder gar Rumänien, aus Ansbach (wie Klaus, oder ich), Leipzig oder gar Hamburg. Aber das Fichtelgebirge lohnt sich wirklich! Wir alle versammeln uns in Wunsiedel (Zielort). Ich begebe mich zur Anmeldung und mache das was eigentlich nicht mehr geht: ich melde mich nach. Zum Glück macht es Birgit (Ihr werdet später noch von ihr lesen) mir noch möglich und glaubt mir, dass ich wirklich hier dabei sein muss. Und was es alles für die 35 Euro Eintritt gibt, das lest Ihr noch.

Wer viel läuft muss viel schlafen

„Morgen-Andacht mit Daniel dem laufenden Jongleur um 7.00 h“ steht auf tafeln, ist aber leider schon vorbei. So früh habe ich alter Langschläfer es doch nicht geschafft. Aber Daniel („Team Bittel“) kenne ich persönlich schon ein wenig. Er hat heute ein Charity-Projekt vor und will Geld für einen guten Zweck sammeln (ww.xx). Ich gehe ein wenig herum und sehe mir die Gesichter an. Ich finde, es sind etwas andere, lockerere Gesichter als sonst. So kommt es mir vor. Daniel sehe ich leider nicht, auch sonst niemanden, den ich kenne. Ich mache etwas Gymnastik. Plötzlich spricht mich Elke an, ich freue mich sie wieder zu sehen. Wieder jemand vom „Team Bittel“, der hier unerwartet auftaucht. Die sind doch überall dabei, gell? Dies bestätigt auch Birgit die Organisatorin und: „Wir sehen uns dann wieder im Ziel“. Ich denke an die 800m Höhenunterschied, bin müde und setze mich noch eine kleine Weile ins warme Auto und döse.

In bequemen Bussen werden wir eine Stunde vor dem Start nach Weißenstadt (Startort) gebracht. Während der halben Stunde Fahrt durch die unberührte Natur (nicht nur lt. Ausschreibung sondern wirklich „wildromantisch“) unterhalte ich mich mit der Läuferin am Nebensitz, die ebenso gerne hier ist wie der Berliner links von mir. Na, das scheint ja wirklich ein toller Lauf zu sein!

Beim Aussteigen weht aber erst mal ein unwirtlicher kalter Wind am See. Gerade noch auszuhalten, so fange ich an mich einzulaufen und dann ausführlich zu dehnen. Neben mir tut dies in der Sonne auch Wolfgang vor seinem allerersten Marathon heute. Ich gebe ihm ein paar Tipps und wünsche Glück. Plötzlich grüßt mich Klaus, ein Lauffreund aus der Sahara (eigentlich kommt er aus Ansbach, aber wir lernten uns in der Sahara kennen), dann noch Roland der Lauftherapeut aus Nürnberg. Ha, doch ein paar bekannte Gesichter. Aber jetzt brauche ich Windschatten. Schwer zu finden! Das einzige Häuschen hier ist leider verschlossen.

Das Starterfeld in Weißenstadt

Auf dem Weg zum Schneeberggipfel

In den Wichtelwald

Zum Glück ist bald der Start. – Anfangs, um den Weißenstädter See weht weiter dieser kühle Wind, auch durch die kleine Gruppe echter roter Wichtel, an denen wir jetzt vorbei laufen. Ja, ehrlich, ich sage es Euch, es sind Wichtel! Ich laufe trotzdem weiter, km4, der Weg führt in den wohlig windfreien Wichtelwald. Kein Wind mehr, dafür geht es jetzt bergauf. Mal mehr mal weniger, immer steil und sehr lang. Bis km11, dem Gipfel des Schneebergs, dort wo der Gipfelturm steht. Ich laufe die ganze Zeit ruhig, ohne Anstrengung, konstant, Kamera in der Hand und stoppe ab und zu für ein Bild. Neben mir laufen seit einer Weile ein älterer Rumäne mit Musikohrstöpseln, eine konzentrierte junge Tschechin, ein flotter Jugendlicher der läuft als wäre es bergab, einige „Fichtelblitze“ und ein Trupp niederbayrischer Bergziegen. Ich befinde mich irgendwo im vorderen Mittelfeld. Ich mache ein Foto vom „endlich oben“, trinke und... Holla! Daaaas ist ein Blick! 20km weit. Knips und schon rollen meine Beine derart bergab, dass ich sie kaum bremsen kann. Um die Ecke, links, rechts, Kurve, hui. Und das geht kilometerweit so weiter. Ich lasse meinen Beinen freien Lauf, bremse nicht. Waldweg, grün. Dann wieder grün und Waldweg. Immer im Wechsel. Die km-Schilder huschen vorbei, einige Läufer auch. Kein Wunder, ich fliege ja nahezu. Ich mache mich leicht und versuche den Boden nicht mehr zu berühren. Das klappt. Zum Trinken bleibe ich stehen, grüße, gucke und weiter treibt mich die Strömung wie ein Tropfen im Gebirgsbach. Ja, und schaustenich schon bin ich unten im Tal. Tröstau, km24, die so begeisternde Trommlergruppe muss ich knipsen. Und dann tauche ich - heeey, was mutet Ihr mir zu! - über die Treppe-ppe-ppe ab in den Untergrund. Uff, Rhythmuswechsel - das wäre fast schief gegangen. 20 Stufen, scharfe Kurve links, noch eine rechts, höchste Konzentration. - Durchatmen, jetzt bin ich wieder in der Bahn, sprich: auf der Strasse.

Es geht recht sehr steil bergauf, vorbei am Golfplatz mit echten sonntagmorgens caddyschiebenden Golfern. Sehr steil der Berg. Krieche ich? Vielleicht, aber ich bin fidel, meine Beine ebenso und wir stecken auch diesen 2km Anstieg dahin wo er hingehört, nämlich weg.

Meine Gedanken treiben weiter ihr Unwesen und verfolgen zum xten Mal die roten Wichtel, die mir gar nicht aus dem Kopf gehen wollen. Leichtes Auf und Ab der. Das Wetter hält prima, ist angenehm kühl, ab und an passiere ich einen Trupp von drei oder fünf Läufern, die wohl ihr Pulver bergauf verschossen haben. Ich jedenfalls laufe (die wenigen Male, die ich meine Uhr befrage): gleiches Tempo. Zwar flott aber gleich. Ich will gar nicht so schnell laufen, aber wieso soll ich meinen Fluss bergab bremsen? Es ist einfach herrlich hier und heute!

Trommlergruppe in Tröstau

Marathon am Mikrofon

Und schon höre ich Birgit wieder, besser gesagt ihre anfeuernde Stimme, die vom Sportplatz herüber tönt. Ich lasse meinen Lauf ausrollen und bremse erst im Ziel. Schön leicht angekommen, gelandet! - Birgit begrüßt mich, wie jeden Läufer einzeln mit Namen, weiß zu vielen Ankommenden etwas zu sagen, kennt irgendwie fast jeden persönlich, ist enorm engagiert bei der Sache und einfach nicht zu bremsen. So etwas gefällt den Marathonis und den Zuschauern. Sie gibt alles, ihr persönlicher Marathon am Mikrofon. Im fünften Jahr dieses Events. Wie es war, fragt sie mich? „Einfach schön“ antworte ich ins Mikrofon. Ja, wirklich. Und bei 18 Grad kann man auch eine Weile stehen bleiben, Melonen essen, Malzbier trinken, Brot essen, Cola oder Iso trinken. Ich laufe mich 2 Sportplatzrunden aus, dehne und als die Ankommenden zahlreicher werden begleite ich den einen oder anderen auf seinen letzten Metern ins Ziel. Auch Liane, die 1. Frau und deutsche Bergmeisterin mit der ich mich später ein Weilchen unterhalte. Bald schon kommt die junge Tschechin, wird von Mann und Töchterchen empfangen, Elke von ihrem Freund. Dann kommt Klaus, den ich begrüße, auch Roland, und mein rumänischer Freund immer noch mit Ohrstöpseln. Immer mehr Läufer laufen ein. Es ist eine wunderbare Stimmung am Platz. Ich sehe zu und sammle ein paar Stimmen: bergab wäre anstrengend, der unebene Weg manchmal, die Schotterstücke, die Treppenstufen. Aber allen steht Freude im Gesicht.

Ich fotografiere und werde fotografiert

Bei der Siegerehrung

 

Ende gut alles gut – und Massage tut gut

Es war ein gelungener Tag. Ich für mich beende ihn mit einer wirklich guten und 20-minütigen Massage von Kathrin im Zelt der Physiotherapeuten. Danke Dir! (Ich sagte doch, ich würde darüber schreiben...). – Und jetzt mache ich da weiter, wo ganz am Anfang aufgehört habe: ich döse wieder im sonnenwarmen Auto. Etwas müde und gedankenverloren blicke ich nach oben und sehe dunkelgraue Wolkenstücke im blauen Himmel treiben. Der war heute gnädig, hat bis jetzt keinen Tropfen fallen lassen. Ich schlafe ein Stück und warte bis die Siegerehrung beginnt, kurz nachdem die powerwalkende Kanadierin als letzte und locker ankommt.

Hey, für die 35 Euro (€30 bei Voranmeldung!) habe ich wirklich einiges bekommen. Nicht nur
- einen unvergesslich schönen Waldlauf mit grandiosen Landschaftsblicken,
- vielen netten Leuten und Gesprächen,
- einer super netten und gelungenen Organisation,
- prima Stimmung im Zieleinlauf, und
- guter Versorgung an Essen (Melonen!) und Trinken (Malzbier!) unterwegs und im Ziel

sondern auch etwas zum Mitnehmen:
- alle erhalten ein blaues Funktions-Shirt, das man wirklich anziehen kann,
- einen kleinen Stein-Maßkrug,
- Proben mit Gel, Emulsion und Shampoo,
- einen süßen Entenschwamm in tigergelb
- und Preise, Preise, Preise! Nicht nur für die ganz Schnellen, auch für die Altersklassen.

Wie die das hingekriegt haben? Das bleibt Birgits Geheimnis. Kann aber im nächsten Jahr sicher wieder so oder ähnlich erlebt werden...

Bitte weitersagen!

Euer Erwin vom „Team Bittel“

Infos / Links

Website des Veranstalters www.fichtelgebirgsmarathon.de

Bild - Impressionen

Klaus und Erwin

Weißenstädter See

Das Starterfeld in Weißenstadt

Der erste Anstieg - Im Hintergrund sieht man noch Weißenstadt

An der Egerquelle

 

Auf dem Weg zum Schneeberggipfel

Am Gipfel des etwa 1050 m hohen Schneeberges

Dieser Läufer kommt aus Rumänien

Blick vom Schneeberg - Nach dem höchsten Punkt der Strecke geht es hier nun wieder bergab

Trommlergruppe in Tröstau

Die Wichtelmänner

Erwin fotografiert und wird fotografiert

Powerwalkerin aus Kanada

Bei der Siegerehrung

Liane und Freund

Daniel der Jongleur

Elke und Freund

  
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