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Bericht zum 1. Ironman Germany 2002 in Frankfurt am 18.08.2002
– Stefan Knobloch – 

E-Mail an Stefan: stefan.knobloch@t-online.de

Lauf Training

Literaturtipps zum Thema Laufen

 

Inhaltsverzeichnis

Einleitung Der große Tag
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Einleitung

Auch in diesem Jahr findet in Deutschland ein Ironman statt bei dem man sich für die Ironman-Weltmeisterschaft Ende Oktober auf Hawaii qualifizieren kann.
Man muss bei so einer Ironmanveranstaltung 3,8km schwimmen, danach 180 km Radfahren und abschließend noch einen Marathon laufen um sich „Ironman“ nennen zu dürfen.

Zu dieser Veranstaltung, die erstmals in Frankfurt stattfindet, sind fast 1900 Teilnehmer gemeldet. Vom Profi bis zum reinen „Rooki“ (erstmaliger Ironman-Teilnhmer) ist von 18 – 70 Jahren alles dabei.

Der große Tag

Der Renntag ist der 18.8.2002 um 7.00 Uhr

Mein Schwager Kurt und ich reisen am Freitag vor dem Rennen an um uns zu „akklimatisieren“ und mental auf das schwere Rennen und unseren Saisonhöhepunkt am Sonntag vorzubereiten. Es ist schon wichtig am Renntag ausgeruht und ausgeglichen an den Start zu gehen, da einem körperlich alles abverlangt wird .

Am Vortag ist es bei so einer Veranstaltung meist üblich sein Fahrrad in der sogenannten Wechselzone (vom Schwimmen zum Radfahren) zu deponieren , was wir auch tun.

Auch die Wetteraussichten für Sonntag sind gut, allerdings große Hitze und ununterbrochene Sonneneinstrahlung . Naja, das kann ja was werden.

Am Sonntag morgen stehen wir gegen 3.30 Uhr auf und nehmen noch ein leichtes Frühstück zu uns, das den Magen nicht belastet. 
Um 5.30 hat unser Hotel einen Bus organisiert, der alle Teilnehmer und Angehörigen zum Start an den Langener Waldsee transportiert. So hat man wenigstens nicht noch Hektik mit Parkplatzsuche etc. Der Start ist um 7.00 Uhr vorgesehen.

Am Schwimmstart ist schon eine Bombenstimmung mit Musik usw. Die Spannung liegt richtig in der Luft und man bekommt schon eine Gänsehaut.

Das Wetter ist herrlich und die Sonne beginnt im Osten rot aufzusteigen. Wir ziehen unsere Schwimmanzüge an und gehen auf einem Weg der von aufgestellten Palmen umsäumt ist an den Schwimmstart. Es ist schon beeindruckend, wenn man die Teilnehmer und die Massen an Zuschauern sieht, die zu dieser Stunde schon versammelt sind.

Wir begeben uns alle wie die schwarzen Seelöwen ins Wasser und paddeln in einer Bucht vor der Startschnur herum. Das blaue Wasser glitzert rot von der aufgehenden Sonne. So muss es in Hawaii sein denkt man sich und ist gleich noch mal so motiviert.

Der Startschuss fällt und die Massen setzten sich in Bewegung. Ich kann mich Dank eines kleinen Zwischenspurtes gut freischwimmen und finde meinen Rhythmus. Manchmal gibt es immer noch ein bisschen Gedränge, wenn einer einen überholt oder man selber auf jemanden aufschwimmt. Was heute vor einem liegt verdrängt man am besten. Man versucht dieses einmalige Erlebnis so gut es geht zu genießen (leichter gesagt als getan).

Nach einer mittelmäßigen Schwimmzeit von 1:15 Std für die 3,8 km steige ich aus dem Wasser und laufe so gut es geht in die Wechselzone um mich für das Radfahren umzuziehen.
Jetzt schnell aufs Rad und erst mal von Schwimmen auf Radfahren „umschalten“ bevor man richtig Druck macht. Wir jagen mit ca. Tempo 40 nach Frankfurt hinein.
An den Straßen sind auch schon Zuschauer die einen lautstark anfeuern. Jetzt geht es in das Frankfurter Umland mit zum Teil kurzen steilen Bergpassagen und teilweise heftigem Gegenwind. Windschattenfahren ist beim Triathlon nicht erlaubt und wird bei Zuwiderhandlung mit Zeitstrafe oder Disqualifikation geahndet. Also kämpft jeder für sich allein.

In den Ortschaften ist eine Bombenstimmung, die sich auch auf uns überträgt und man neigt manchmal dazu über seine Verhältnisse zu fahren. Das kann sich dann beim abschließenden Marathon furchtbar rächen. Also weiter im gewohnten Tempo und sich nicht zum Schnellfahren provozieren lassen. Wie heißt es beim Ironman so schön „Im Ziel werden die Leichen gezählt“. Manch einen der jetzt an mir „vorbeifliegt“ werde ich auf der anschließenden Marathonstrecke noch sehen bzw. überholen. So ein Rennen folgt seinen eigenen Gesetzen und man muss wissen, was man sich zutrauen kann und darf..
Hierbei spielt auch die Erfahrung bei solchen Langdistanzrennen der letzten Jahre eine nicht zu unterschätzende Rolle und kann so manchen Alters- oder Konditionsunterschied eliminieren. Kilometer um Kilometer wird abgespult und die Temperatur auf meinem Tacho steigt trotz Fahrtwind auf 34 Grad. Wenn ich jetzt nur an das Laufen denke wird mir jetzt schon flau im Magen. Ich versuche deshalb alle Gedanken in dieser Hinsicht zu vermeiden.

Bei km 160 erleide ich dann einen kurzzeitigen Schwächeanfall, den ich jedoch überwinden kann. Es sind ja nur noch 20 km bis zum Wechsel. Also nur nichts anbrennen lassen.
Hoffentlich nicht auch noch ein Plattfuß oder sonstigen Radschaden. Aber alles geht gut.

Die letzten km durch Frankfurt an den Römer zum Wechsel auf die Laufstrecke sind wegen der Hitze in der Stadt mörderisch. So, da ist die Wechselzone. Die Radzeit ist auch o.k.
5 Std 39 Min für 180km sind in Ordnung und im Rahmen der diesjährigen Möglichkeiten.

Schnell vom Rad springen (ein Helfer nimmt mir dieses ab), meinen Beutel mit den Laufsachen gepackt und ab ins Wechselzelt zum umziehen. Ich bin nach knapp 2:30 schon an der Zeitmessung für die Laufstrecke. 

Jetzt kommt der letzte Akt des Dramas. Das laufen auf den ersten Metern geht wider erwarten recht gut, da ich mich schon im Vorfeld ausreichend verpflegt habe. Auch so etwas muss man im Training üben.

Was ich jetzt allerdings sehe, lässt mir die Haare zu Berge stehen. Nach den ersten km sind schon die ersten Teilnehmer nur noch am gehen. Wie soll man so einen Marathon schaffen denke ich. Die Hitze am Mainkai wird auch immer unerträglicher und die Sonne brennt herab.

Nur nicht stehen bleiben denke ich mir und überhole einen nach dem anderen. Und da sind ja wieder einige die mich beim Radfahren „abgehängt“ haben. Na Jungs, denke ich, jetzt kommt die Stunde der Wahrheit. Bei jeder Verpflegungsstelle (alle ca. 2 km), die vorbildlich organisiert sind, trinke ich etwas und bleibe sogar kurz stehen. Das Laufen geht auf einmal immer besser und meine km Zeit bewegt sich teilweise im Bereich von 5:20. Na, hoffentlich kommt nicht noch der große Hammer denke ich und schaue immer auf meinen Pulsmesser um nicht zu überpacen. Derweil geht das große Sterben weiter und ich überhole teilweise Gruppen von 10-20 Mann die die größten Probleme haben und zu Fuß gehen.
Dies ist mein dritter Ironman , aber so etwas habe ich noch nicht erlebt.

Die Zuschauer feuern einen frenetisch mit Vornamen an (der steht auf der Startnummer) und man ist weiterhin richtig motiviert.

Mir reicht es jetzt langsam auch, habe aber noch ca. 10 km vor mir. Ich mobilisiere die letzten Reserven und träume schon vom Finish auf dem Römer mitten in Frankfurt. Ich habe nun das Gefühl es in einer guten Zeit zu schaffen. So da ist km 40 , nur noch 2 km.
Ich überhole jetzt immer noch Leute die so kurz vor dem Ziel zu Fuß gehen.
Nun bin ich in der Zielgasse, die von Massen an Zuschauern und Palmen umsäumt ist und auf den letzten 100m zum Ziel direkt am Frankfurter Römer. Das ist ein erhebendes Gefühl und Dir läuft es eiskalt über den Rücken. Ich strecke die Arme aus und mache noch einen Verbeugung vor dem phantastischen Publikum und - stehe im Ziel. 

Meine Zeit 11Std.und 2 Min und ein paar Sekunden. Das war Rang 551 von insgesamt ca. 1600 männlichen Teilnehmern aller Altersklassen.
Den Marathon lief ich in 3:59:06 und bin sehr zufrieden. Ich habe also beim Marathon ca. 300 Leute überholt, die nach dem Radfahren und Schwimmen noch vor mir gelegen waren.
Ich kann das gar nicht glauben.
Es war in meiner Alterklasse M40 die 48. Laufzeit von 260 Teilnehmern und die 355. gesamt.

Eine Medaille wird mir umgehängt und ich gehe in die Finisherzone um etwas zu trinken und mich massieren zu lassen. Ein tolles Erlebnis und völlige Zufriedenheit durchströmen einen.
Mein Schwager ist auch schon da (10 Std. 11 Min) und wir liegen uns in den Armen.

Eines habe ich mir dabei schon vorgenommen: 

Einen Ironman werde ich auch im nächsten Jahr machen , denn diese Gefühl ist einmalig.

E-Mail an Stefan: stefan.knobloch@t-online.de

Infos

Links:

Offizielle Website des Ironman Frankfurt
Anzahl Teilnehmer: knapp 1900 gemeldete Teilnehmer
Anzahl Finisher: ca. 1500
Beste Männer: 1. Leder Lothar, GER, 71, Darmstadt 8:21.31,1 (1)
2. Zäck Jürgen, GER, ??, Vallendar 8:30.07,2 (3)
3. Widmann Uwe, GER, 70, Hofheim 8:51.15,1 (34)
Beste Frauen: 1. Schumacher Katja, GER, 68, Heidelberg 9:15.32,3 (51)
2. Fischer Nina, GER, 77, Kiel 9:22.30,3 (54)
3. Vitai Liz, USA, 65, Heidelberg 9:34.04,0 (66)
Letzter Läufer: 15:58:52
Wetter: Sonnig, sehr heiß
Schulnote Gesamteindruck 1

 

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