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Team Bittel Ride and Tie 2001 Team Bittel

Mein Bericht vom 
1. Ride and Tie Turnier in Buttenheim am 1.7.01

Ein Ehepaar läuft gemeinsam durchs Ziel

Mehr über Ride&Tie

 

Infos, Fakten, Tipps von Thomas Schmidtkonz

Thomas Schmidtkonz

 

Meine Frau Gaby, unser Pferd Sina und ich kurz vor dem Start

Inhaltsverzeichnis

Die  Idee Kurz vor dem Start Der Wettkampf
Siegerehrung Ergebnisliste Mehr über Ride and Tie

Die Idee

Zwei Menschen und ein Pferd sollen möglichst schnell eine längere Distanz zurücklegen. 

Die Sportart Ride and Tie gibt es nun seit etwa 30 Jahren aber leider ist sie immer noch nahezu unbekannt.  
Dabei ist diese Sportart in den USA, speziell in Kalifornien, etwas bekannter als in Deutschland.
Ride and Tie ist zu unrecht so unbekannt, da diese interessante, prickelnde und abwechslungsreiche Sportart den Teilnehmern so einiges abfordert.
So fordert sie von den Teilnehmern eine Kombination von Ausdauersportart, Tempo,  Teamgeist, Verständnis zwischen Mensch und Tier, Abenteuer und Strategie.
Dann bringt das Pferd noch ein ganz anderen Reiz  ins Spiel. Als Lebewesen, das keine Maschine ist, denkt und reagiert es. Aber es denkt und handelt nicht notwendiger Weise so wie der Reiter und Läufer es sich vielleicht gerne wünschten. Es hat bestimmt immer eine "nette" Überraschung auf Lager...

Weitere Infos zu Ride&Tie auf unserer Ride and Tie - Seite

Wir wollten diese Sportart einmal ausprobieren.

Für den Test veranstalteten wir daher zuerst einmal diesen Reitstall- internen Wettkampf, bevor wir nächstes Jahr einen offenen Wettkampf veranstalten wollen.

Da bei uns im Gegensatz z.B. zu den USA leider der Platz für einen ungefährlichen Massenstart fehlt, beschlossen wir die einzelnen Teams zeitlich versetzt mit einem Abstand von 5 Minuten starten zu lassen.
Weil unsere Reiter größten Teils keine erfahrenen Läufer waren, beschränkten wir uns auf eine Streckenlänge von 10 km, die es aber durchaus in sich hatte. Es waren etwa 200 Höhenmeter zu überwinden und die Wege hatten z.T. Crosslauf-Niveau.
Wir richteten außerdem vier feste Wechselpunkte ein, wo Reiter und Läufer zwingend wechseln mussten und die Pferde von Helfern gehalten wurden. 
So musste der eine Teilnehmer 2 mal laufen und drei mal reiten und der andere umgekehrt.

Nach einer längeren Vorbereitungszeit, damit unsere Reiter sich noch einem entsprechenden Lauftraining unterziehen konnten, war es dann am 1.7.01 so weit. 

Ich erzähle nun wie es mir mit meiner Frau Gaby und meinem Ross Sina erging.

 

Kurz vor dem Start

Anna, Prinz und Jessica am Start

Ich bin schon am Start richtig aufgeregt. 
Wie wird sich mein Pferd Sina verhalten, die ja dafür bekannt ist, dass sie wegen jeder Kleinigkeit scheut?

Das erste Stück werde ich laufen und meine Frau reitet die erste Etappe.
Es fällt der Startschuss und ich rase los. 

Katja und Kirsten am Start

Moni und Julian beim Starten

 

Der Wettkampf


 

Katja beim Laufen

Sina und Gaby überholen mich erst nach etwa Hundert Metern, da Sina immer sehr langsam ist, wenn es vom Stall weggeht. Aber heimwärts dreht sie dafür gehörig auf.

Die ersten 700 m sind flach. Aber bereits dahinter geht es einen knappen Kilometer steil bergauf. Bei der heutigen Hitze komme ich ganz schön ins Schwitzen.

Nach etwa zwei Kilometern ist der erste Wechselpunkt erreicht, wo bereits mein aufgeregtes Pferd auf mich wartet. 
Ich nehme dankend einen Mineraldrink am Wechselpunkt entgegen und schwinge mich auf Sina rauf. 

Es geht nun durch einen schönen Wald. 
Auf dem guten Fahrweg kann ich einwandfrei galoppieren. 
Etwa auf halber Strecke dieses ebenfalls etwa 2 km langen Stückes überhole ich meine Frau, die gerade mit einer Ansteigung zu kämpfen hat. 

Susi vom Siegerteam läuft in den Zielbereich ein
Im Hintergrund der Schießberg, der umrundet wurde

Schon bald erreiche ich den nächsten Wechselpunkt und schwinge mich von meinem Pferd herunter, dem es nun auch langsam Spaß zu machen scheint. 
Ich renne los und brauche erst etwas Zeit um wieder in den passenden Laufrhythmus zu kommen, da nun wieder ganz andere Muskeln als beim Reiten beansprucht werden.

Der erste Teil des mit über 2,5 km längsten Teilstückes geht bergab. So komme ich gut voran.

Erst nach etwa der Hälfte dieser Strecke galoppiert meine Frau an mir vorbei. 
Nach einer Abzweigung folgt nun ein langes leicht aber ständig ansteigendes Teilstück. Ich sehe in der Ferne vor mir Anna vom vor uns gestarteten Team. Die letzten paar Hundert Meter wird es dann noch steiler und der Weg sehr schlecht. 
Das beansprucht nun doch meine Kräfte bei der heutigen Hitze.

Endlich erreiche ich den nächsten Wechselpunkt, wo schon Sina ungeduldig auf mich wartet.

Glücklich im Zielbereich. Links der Schweif von Sina

Nach einer kurzen Erfrischung geht es hoch auf dem Ross steil bergab. Um die Gelenke des Pferdes zu schonen muss ich Schritt reiten.
Erst als ich die Talsohle erreicht habe kann ich bereits sehr ungeduldig los galoppieren. der Fahrtwind dabei tut richtig gut.

Leider folgt nun auch noch ein kleines Stück Asphaltweg. Aber am Seitenrand kann ich wenigstens traben.

Erst als es rechts steil den Berg hoch geht, kann ich im schnellen Galopp mit meinem aufgedrehten Araber die laufende Gaby überholen.

Sina scheut nun vor den nächsten Streckenposten. ich muss absteigen und sie die letzten 30 Meter führen.

Oben angekommen nehme ich eine kräftigen Schluck und renne los. 
Das letzte Teilstück, das mit 1,5 km am kürzesten ist, führt auf einem anspruchsvollen Weg meist bergab. 
Da der Weg cross-mäßig ist, muss ich darauf achten, dass ich mir nicht noch einen Knöchel verstauche.

Endlich sehe ich das Ziel. Ein paar Hundert Meter zuvor haben mich Gaby und Sina überholt, aber wir laufen alle drei ziemlich gleichzeitig ein.
Ein gemeinsamer Einlauf macht einfach am meisten Spaß.

Der Wettkampf hat uns wirklich allen Drei viel Spaß gemacht und so auch den anderen Teams.

Auch die Streckposten sind so begeistert, dass sie nächstes Jahr mit teilnehmen wollen. Wo kriegen wir  dann die vielen nötigen Helfer her?


Siegerehrung

Die beiden Siegerinnen Susi und Martina. 

Am Nachmittag findet schließlich die Siegerehrung statt. 

Gaby und ich sind immerhin Dritter geworden und sind auf dieses Ergebnis stolz.

 

Ergebnisliste

1.  Martina und Susi auf Philosophie Startnummer 7 47:30
2.  Uschi und Jasmin auf Apollo Startnummer 3 52:42
3.  Gaby und Thomas auf Sina Startnummer 2 52:50
4.  Kirsten und Katja auf Nino Startnummer 4 54:07
5.  Anna und Jessica auf Prinz Startnummer 1 55:45
6.  Hanni und Kathi auf Wicky Startnummer 6 57:56
7.  Julian und Moni auf Samantha Startnummer 5 1:01:35
  
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