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Letzte Änderung: 05.10.2015

Bergbussi vom Gipfel

30. Swiss-Alpine Marathon
(K78)

25.07.2015



 

 (Bericht+Bilder: Marion Daeppen)



 

Hart am Zeitlimit

Nachdem 2014 mein Swiss Alpine Marathon buchstäblich ins Wasser gefallen war, nehme ich erneut Anlauf. Der Wetterbericht ist unklar und man weiss nie wie das in den Bergen wird. Aber der Wettergott meint es heute gut mit uns Läufern.


2015
ist Jubiläumsjahr: 30 Jahre Swiss Alpine. Daher gibt es auch noch andere Läufe: Der K78 kann im Team gelaufen werden und die alte Route über den Scalettapass wird als Marathonstrecke angeboten. Dafür ist der Cut-Off des K78 strenger (1 Stunde weniger: 13 Std.), eng für mich, aber ich versuche es.

Um 7 Uhr ist Start. Freundin Rosie läuft mit Heinz, Felix und ich etwas weiter hinten. Beide Grüppchen bleiben bis KM 33 zusammen, dann aber läuft jeder alleine.

Nach 2 Std. kommt die Sonne und es wird recht warm, ich suche bald den kühlen Schatten. Immer wieder ein Highlight ist es, bei KM 25 in Wiesen über das Viadukt zu rennen. Erst müssen wir an der Schranke anhalten, da gerade der Zug kommt. Dafür dann als wir auf der Brücke sind fährt er wieder los und die vielen Zuschauer im Zug feuern uns toll an. Bis nach Filisur sind die K30-Läufer mit uns unterwegs. Anschließend wird es ruhiger auf der Strecke, da nur noch die K78er unterwegs sind. Mein Remo (unser genialer Support) treffen wir bis Filisur an vielen Orten (kurz nach dem Start, Schleife Davos, ausserhalb Davos, Schmelzboden, Wiesen-Viadukt).

In Bergün bei KM 40 kann ich mein abgegebenes Gepäck in Empfang nehmen und einen Kleider-/Schuhwechsel vornehmen. Remo ist auch dort und wir alle halten einen Schwatz mit ihm. Bergün ist der letzte Ort Läufer zu treffen. Er muss nun wieder umdrehen und nach Davos zurückfahren. Der nächste Treffpunkt ist dann im Ziel. Bis dahin sind's aber noch 38km, und die haben es in sich!

Ab Bergün habe ich keine Ahnung von der Strecke. Ich kenne sie nur vom Hören-Sagen. Nach Bergün geht es das Tal hinter. Trotz nur leichter Steigung, müssen wir doch viel gehen, da es zum laufen zu anstrengend ist. Die Sonne brennt hier recht runter. Es zieht sich unheimlich lange das Tal nach hinten und will nicht mehr aufhören.

Und auf einmal kommt die Steigung. Es wird sehr steil und anstrengend und immer weiter und weiter. Bis zur Keschhütte zieht es sich...
Endlich oben angelangt, bläst ein starker eisiger Wind, aber man läuft gleich wieder runter und ist in einem Art Wellental. Ich muss mir jeden km verdienen bis ich endlich den Sertigpass https://de.wikipedia.org/wiki/Scalettapass sehe. Die letzten 500m sind unheimlich steil. Auch hier oben steht ein Arzt und schaut jedem Läufer in die Augen, macht einen Medical Check. Wir haben alle ganz geschwollene Hände (Elefantenhände) und bekommen etwas kühles Wasser in die Hände von den Helfern. Ich muss ich meine Knieseitenbänder tapen lassen, habe schon seit km30 vom Runterlaufen Schmerzen (das hatte ich noch nie), und jetzt wird eine lange und steile Bergabphase kommen. Ist aber gar nicht so einfach: Die Tapes halten nicht und so brauchen wir viel Zeit. Ich bin eh schon knapp dran, und mit diesem Stopp bin ich eigentlich schon über der Cut-Off Zeit. Also mache ich mich schnell wieder auf den Weg.

Mist, hier ist es ist kalt und absolut dicker Nebel: Ich sehe die Wegmarkierung nicht. Mit meinen Knieproblemen und der schlechten Sicht komme ich nur langsam vorwärts. Ich mache mir Sorgen, dass ich beim nächsten Checkpoint rausgenommen werde. Endlich habe ich die Geröllpassage hinter mir, der Weg wird besser und jetzt habe ich einen Adrenalinschub. Ich renne was ich kann und überhole einige Läufer in unglaublichem Tempo. Keine Ahnung woher dieser Energieschub kommt, ich bin ja schon 63km und 11 Stunden unterwegs. Ich habe nur im Kopf‚ ich muss die Cut-Off Zeit schaffen. Die dürfen mich nicht rausnehmen. Nun hat es auch angefangen zu regnen, aber das stört mich nicht. Ich habe keine Ahnung wie weit es noch ist bis ins Sertig Dörfli. Ich schaue immer wieder auf die Uhr und merke mir läuft die Zeit davon. Endlich sehe ich es in der Ferne aber anstatt am Anfang des Dorfes, ist der Kontrollpunkt am Ende. Jemand schreit schon: "Mach vorwärts, der Besenwagen wartet schon". Mir kommen fast die Tränen. Ich will weiterlaufen und finishen. Jetzt sehe ich das Zelt und den Posten. Ich laufe einfach vorbei und weiter. Der Besenwagen, eine Radfahrerin, wartet schon. Ich laufe weiter und sehe eine weitere Läuferin 300m vor mir. Die will ich einholen, dann bin ich nicht mehr die Letzte. - Es werden noch einige wenige hinter mir schaffen, bevor die Läufer rausgenommen werden – das ist hart.

So, nun bin ich also auf den letzten 11km. Ich dachte jetzt geht es nur noch runter, aber das ist ein Irrtum. Es ist ein welliger Parcours und viel im Wald mit Wurzeln. Von anderen Läufern weiss ich, dass es in diesem Abschnitt viele Stürze und Verletzung gibt. Also passe ich auf und bin im Wechsel von Joggen und Gehen. 9km vom dem Ziel rufe ich meinen Remo an und sage, dass ich beim Checkpoint durch bin und auf dem Weg ins Ziel. Ich gehe davon aus, dass ich es zeitlich schaffe. Aber es wird eng. Der Regen hat die Strecke nicht einfacher gemacht. Es ist sehr rutschig im Wald und ich passe wirklich auf. Ich will auf keinen Fall einen Sturz. Ab und zu überholen ich vereinzelt Läufer.

2km vor Ziel ist man oberhalb Davos und man hört den Stadionspeaker. Bald habe ich es geschafft. Kurz vor dem Stadioneinlauf gehe ich einige Schritte und sammle mich, dann laufe ich ein – was für ein Empfang! Meine Freunde warten alle auf mich und auch die anderen wenigen Zuschauer feuern mich an. Heinz läuft noch einige Meter mit mir und ich klatsche die Zuschauer ab...

Ziel in 12:53 Std, gerade noch in der erlaubten Zeit. Ich bin überglücklich aber auch völlig kaputt. Als ich meinen Remo sehe kommen wir die Tränen vor Glück. Auch er ist ganz emotional und super stolz.

Die Videos:


Die Bilder-Geschichte

Am Vortag...


Daniel und Lilo sind verletzt, können nicht starten

Noch ist es ruhig bei der Startnummernausgabe

Chipkontrolle – alles okay

Alte Laufschuhe für Läufer in Burundi

Am Start...


6 Uhr, 1 Stunde vor dem Start in Davos

Raphael (Team Bittel), 15kg leichter als vor 1 Jahr                

Frühmorgens am Start
 

Meine Freunde Rosie und Felix...
 

...Rosie, Heinz & Felix – unser gemeinsames Abenteuer...

...die 4 aus dem Furttal

Renate läuft dieses Jahr nicht…

…aber feuert uns nach dem Start am Strassenrand an

Die 3 starten in 90min zum S42 (Scalettapass – super schön)

Auch viele Japaner sind dort am Start

Finishershirts in anderer Verwendung

Lilo feuert uns auch an

Freunde von Rosie und Felix

Wir haben Davos verlassen

Auf in die Berge...


Der Tatzelwurm

Rafael on the run

Kameramann in Aktion. Die muss ich aber...

...überholen, die Abgase stinken zu fest – ich will Bergluft    

Aussicht ins Tal

Tal mit der Kirche

Die Kirche wird von allen fotografiert

Toller Einsatz – so werden Läufer motiviert

In der Zügerschlucht...

...einer der schönsten km

Einfach ein super schöner Laufabschnitt

In Spina


Das ganze Dorf ist im Einsatz – super Stimmung                

Fantastische Kulisse

Pfadfinder

Der Abschnitt zwischen Filisur und Bergün...

…ist mental eine Herausforderung (KM 33)

Raphael in Bergün (KM40) und auch…


…Heinz. Ab hier schaltet er den Turbo ein und ist weg          

 


Umziehstopp in Bergün

Und weiter geht's – ab jetzt ist die Strecke Neuland für mich  

Witzig, wen man alles so trifft: Eine Schulkollegin und der anderen war ich Pacemaker am Greifenseelauf

Man sieht es nicht, ist aber wirklich steil
 

Das Tal ist sehr lange auf dem Weg zur Keschhütte

4 Frauen (aus Frankfurt) gemeinsam unterwegs

Ganz hinten ist die Keschhütte, noch ein weiter Weg

Jetzt geht es runter in ein Wellental und wieder hoch                

Blick ins Tal und weiterhin steil hinauf

Endlich, die Keschhütte ist erreicht, sehr windig und kalt  

Einsamer Weg Richtung Sertigpass...

...Medical Checkpoint (am Pass): Schon 10 Std unterwegs

Dichter Nebel und Kälte, so geht es die Geröllhalde den Sertigpass runter

Ein Küsschen als Erinnerungsfoto (der Fotograf war in Skiklamotten eingemummt)

 

Im Ziel...


Mein Zieleinlauf

 

Heinz, Rosie und Ruth beglückwünschen mich im Ziel

Meine Freunde gratulieren mir, aber nach kurzer Zeit wird es uns allen zu kalt und wir gehen glücklich aber müde nach Hause.

Zusammenfassung:

Im Ziel habe ich gesagt – das war eine einmalige Sache. Aber schon 2 Tage später sind die Strapazen vergessen, und ich ich denke das war nicht mein letzter Swiss Alpine.

Happy Running,

Euer Schweizermädel Marion

Infos: www.swissalpine.ch
 
Finisher K78:  775 (+77 Staffeln, je 4 Läufer)
Finisher K42:  604
Finisher S42:  865
Finisher K30:  441
Finisher k21:  686

 

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