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Letzte Änderung: 12.11.2015

Flitterwochen und Laufen...

Laufen auf Sansibar
Juli 2015



 

 (Bericht+Bilder: )



 

Laufen auf Sansibar… in den Flitterwochen!

Lange haben wir darauf gewartet. Nach 18 monatiger Verlobungsphase haben wir am 24. Juli geheiratet. Einen Tag später geht es in die Flitterwochen nach Sansibar. Da der Fränkische-Schweiz-Marathon am 6. September auf meinem Programm steht, ist klar, dass ich in diesem Urlaub die Füße nicht hochlegen würde.


Nach 1 Tag Anreise und 1 weiteren Tag des Ankommens starte ich um 8.15 Uhr meinen ersten Lauf. Es ist sehr warm und bei der hohen Luftfeuchtigkeit schwitze ich wie noch nie in meinem Leben. Nach 30min und 5,5 km bin ich zurück auf dem Zimmer. Für den ersten Tag soll mir das reichen, um mich zu akklimatisieren.

Mein zweiter Lauf über 1 Stunde geht mit 10,7 km schon viel besser. Es wird um 6:30 h hell und warm wie zur Mittagszeit in Deutschlands Sommer 2015. Ich versuche es mit einem 5er-Schritt, aber es wird eine harte Einheit. Meine Strecke führt mich am Strand zu einem kleinen Fischerdorf, dem ich mich nicht weiter nähern will. So drehe ich um, passiere mein Hotel und kehre erneut um beim Jetski- und Bootsverleih. Was die Flut tagsüber verbirgt erweist sich morgens bei Ebbe als harter Boden, der zum Laufen hervorragend geeignet ist. Der Indische Ozean sieht hier übrigens traumhaft aus, türkis wie im Reiseführer. Danach spüre ich trotz des Sandes meine Beine kaum. Im Hotel angekommen, fragt mich ein Mitarbeiter des Hotels: „How are you?“ Sonst antwortete ich immer „Great, and you?“ Nach dieser Stunde allerdings nicht mehr so großartig... Aber jeder Lauf bringt mich dem FS-Marathon näher. Flitterwochen sind toll. Und wenn ich ins Zimmer zurückkomme, ist meine Frau wach. Kurzes Dehnprogramm, Ausschnaufen, Duschen und ab geht’s zum Frühstück.

Jambo heißt Hallo. Das höre ich 300mal pro Stunde. Erinnert mich an den Song "Coco Jambo“ aus den 90ern. Und an den Ausruf "Jambolia“ von Bruno Jonas in seiner Rolle des Tango in "Irgendwie & Sowieso". Gegen 7.30 Uhr sind 100 Leute auf den Beinen, Secuirity, Putzkolonnen... "Pole Pole“ bedeutet langsam. Das höre ich auch  ab und an ;-)

Die Erkenntnis nach diesem Lauf ist, dass ich mich beim Packen besser hätte durchsetzen sollen. Denn ich durfte nur 2 Paar Laufschuhe, 2 Lauf-Shirts, 2 Paar Shorts, 2 Paar Laufsocken einpacken. Mehr nicht. Dazu aber 15 Ausgaben der RunnersWorld, ein Geburtstagsgeschenk. Naja, so musse ich nun meine Klamotten immer brav sofort waschen.

Nach dem 1. Lauf war ich so nass wie noch nie... Doch es geht noch nässer. Bei meinem 2. LAuf hatte ich ein Paar gesehen, das an der Security vorbei aus der Ferienanlage gejoggt ist. So will ich auch die Umgebung erkunden. Ich frage also den Sicherheitsmann, ob ich raus dürfte? Mit einem "Hakuna Matata“ (kein Problem auf Suaheli) öffnet er mit einem Grinsen und gut gelaunt die handbetriebene Schranke. Und das morgens um 7.30 Uhr. Vielleicht bin ich eine willkommene Ablenkung. Bis auf ein paar Anlieferungen ist nicht so viel los hier um diese Uhrzeit. Draußen habe ich gleich einen beißenden Geruch in der Nase und nach 200m ist klar, es ist verbranntes Plastik. Am Ende der Straße komme ich auf eine größere. Links oder rechts? Von rechts kommen 2 Kleinbusse und es stehen viele Menschen am Straßenrand. Ich bin ein Schisser, also laufe ich nach links. Aber auch hier sind Einige unterwegs. OK, nur ich habe Urlaub, für die Sansibari ist es ein normaler Mittwoch. Ich komme an ein kleines ärmliches Dorf, bei dem anscheinend der Schulbeginn ansteht. Nach 500m im Dorf frage ich mich, warum es immer weniger Jambos, Morning (auch "Servus"!) zu hören gibt. Da fällt es mir wie Schuppen von den Augen: Unser Reiseleiter meinte, dass man außerhalb der Hotelanlage die Knie bedecken sollte, da 95% der Bevölkerung Muslime sind. Klar, niemand betrachtet meinen tollen Laufstil oder mein Tempo. Ich bin der respektlose Ausländer!

Ich mache kehrt und merke wie die Blicke von 100 Leuten an mir und auch an meinen Knie kleben. Schnell raus hier. keiner sagt was, nichtmal die frechen und aufdringlichen Verkäufer vom Strand, die dir gefälschte Trikots mit „2“ Streifen am Ärmel als Original für 50 Euro verkaufen. Also zurück Richtung Hotelanlage. Es beginnt kurz heftig zu gießen, ich werde immer schneller. Außerhalb des Orts beginnen die Leute mich wieder zu grüßen. Ein Kind, dass auf dem Rücken seiner Mutter getragen wird, schreit mir „Jambo“ zu. Die ernst aussehende Mutter lacht sich kaputt.

Ich laufe vorbei an den Feldern, wer weiß was da angebaut wird. Sieht aus wie bei "König der Löwen", wo die Hyänen Simba in die Ferne vertrieben. Ich passiere eine kleine Polizeiwache. Die Straßen haben einen besseren Zustand als mancherorts daheim. Sicherlich kämpfen sie auf der Ferieninsel nicht mit Eis und Frost. Nach 39min bin ich so nass wie nie, selbst Schuhe und Socken kleben an mir. War das ein Regen! Allerdings ein angenehm warmer. Und schon geht's weiter: es schüttet erneut aus allen Rohren. In der Anlage drehe ich noch meine gewohnte Runde, vorbei an den Wohnblocks runter zum Strand, einen Steg entlang und 50 Treppenstufen zurück nach oben.

Nass aber glücklich angekommen merke ich erstmals, dass das Laufen hier richtig Spaß machen kann. Außerdem habe ich eine tolle Ehefrau. Bereits an Tag 2 meint sie, ob ich zweimal am Tag laufen möchte? Aber ehrlich... nee, es sind die Flitterwochen!

Zu meinem 4. Lauf über 1:19 h und 14,8 km verlasse ich wieder das Hotel, aber diesmal gleich nach rechts. Bis zu einem weiteren Hotel, dann ist an einem Busch Endstation. Also zurück nach Stown Town, der größten Stadt Sansibars mit 800.000 Einwohnern. Nachdem lange nur kleine Häuser zu sehen sind, kommt das Meer wieder zum Vorschein. Ein Junge macht sich einen Spaß, begleitete mich ein paar Meter und ruft dabei laut "Pole Pole“, sodass es seine Freunde hören. Dabei zieht er die Knie sehr hoch, als würde er zum 100-Meter-Lauf ansetzen. Ich nehme es belustigt und laufe meinen Trott weiter. Heute grüßen mich wieder mehr Leute. - Es ist warm aber ich halte einen 5:30er Schritt, am Ende etwas schneller. Geht heute vielleicht doch ein 30er? Ich versuche mich wieder auf meinen Trainingsplan zu konzentrieren. Für morgen steht ein ruhiger 20min-Dauerlauf an.

Diesen Kurz-Lauf absolviere ich mit Flavio, einem Schweizer, den wir mit seiner Frau Anja bei einem Insel-Tripp kennenlernten. Nach drei Runden im Hotelarenal (4km in 22:30) ist Schluss. Am nächsten Morgen will ich die 32km angehen, geht aber nicht. Gestern hatte ich mir eine Risswunde am Fuß zugezogen, die blutet und schmerzt. Ich bin beim Spazieren bei Ebbe in eine scharfe Muschel getreten. Nachmittags, nach dem verregneten Morgen und Mittag sind meine Frau Selina und ich nur am Nörgeln und Kappeln. Sie meint, dass ich endlich laufen gehen soll. Dabei drehe ich 18 mal die gleiche 1,3km lange Runde, runter zum Strand, einen Steg entlang, hinterm Restaurant bis zur Rezeption ein guter Anstieg und wieder nach unten zum Strand. Alle 5 km tanke ich Wasser in unserem Zimmer (natürlich zu wenig). 23 km in 2:13 h, ohne die Schmerzgrenze zu überschreiten... - Es sollte mein letzter Lauf hier bleiben, da die Wunde doch schmerzt und ich meinem Körper ein wenig Ruhe gönnen will.


Läufer und Urlaubslektüre

Direkt am Indischen Ozean...

...drehe ich viele meiner Runden

Ich trainiere nach einen Trainingsplan von RunnersWorld für meine 3. Teilnahme am FS-Marathon. 2004 bin ich als 20jähriger 4:30 h ohne viel Training gelaufen, als Fußballer. Immerhin konnte ich die 1000m unter 3min laufen. Mein Ziel 3:45 hatte ich natürlich nicht geschafft. 10 Jahre später 2014, mittlerweile kein Fußballer mehr, aber Hobby-Läufer geworden, trainierte ich und finishte in 3:55 h. Ich bekam richtig Lust zu laufen, langsam wird’s.

Diesmal schaffe ich im 3. Anlauf meinem Heimat-Marathon in 3:42 h. Der Zieleinlauf ist 50m neben meinem Elternhaus. Es war wieder ein tolles Erlebnis und hat mir gezeigt:
Auch wenn Flitterwochen kurz vor dem Marathon sind, trainiert werden muss trotzdem.


Selina

Vielen Dank an meine Frau Selina für die jederzeit tolle Unterstützung!

Euer Michael
 

 

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